04 Die Produktion

Bei dem Punkt Produktion kommt man natürlich nicht nur mit Worten aus. Damit Sie sich ein genaues Bild über den Produktionsablauf einer Radiowerbung machen können, haben wir für Sie jeden Schritt mit einem eigenen Hörbeispiel versehen.

Doch eins nach dem anderen. Was ist eigentlich für eine Produktion alles von nöten?

  • Das fertige Textkonzept
  • Die richtigen Sprecher für Ihre Radiowerbung
  • Ein professionelles Tonstudio
  • Einen professionellen Produzenten
  • Ein Musictaxi (für Sprecher, die nicht vor Ort ins Tonstudio kommen können)
  • Ein professionelles Mikrofon, welches auf Sprache optimiert ist (für Sprecher vor Ort)
  • Musik
  • Soundeffekt
  • JEDE MENGE KREATIVITÄT

Nun zu den Paradedisziplinen bei der Produktion von Radiowerbungen:

1.  Sprachaufnahmen

Die Basis bei der Produktion einer guten Radiowerbung wird ganz klar mit der Aufnahme eines professionellen Sprechers gelegt. Im folgenden Beispiels hören Sie eine Originalaufnahme von einem unserer Sprecher: David Annel (www.david-annel.de). Natürlich darf der Spaß bei der Aufnahme nicht zu kurz kommen. Wer möchte denn gerne einen Spot, der ernst und verkrampft klingt? – wir würden Ihnen davon abraten…

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(noch relativ leise nach der Aufnahme)

2. Sprachschnitt

Ab hier beginnt die “Veredelung”. Die Stimme wird mit professionellen Schnittprogrammen wie Pro Tools, Cubase oder Logic bearbeitet. Im ersten Schritt wird ein natürlich Sprachfluss hergestellt. Dabei werden:

  • die besten Sprachtakes verwendet
  • starke Atemgeräusche teilweise bis vollständig entfernt
  • ein für den Spot er- und gewünschter Sprachfluss hergestellt

Nun zum praktischen Teil:

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(immer noch relativ leise, da noch keine Effekte verwenden wurden)

3. Einsatz von Effekten

Im nächsten Schritt wird die Stimme mit verschiedensten Effekten bearbeitet, um die Qualität noch einmal deutlich zu verbessern. Hierbei kommen hauptsächlich folgende Effekt  zum Einsatz:

  • Equalizer (EQ)
  • Kompresser
  • De-Esser
  • Limiter
  • evtl. Hallräume (wenn es zum Konzept der Radiowerbung passt)

Hier nun ein Beispiel, bei dem die Sitmme mit einem EQ, dann mit einem De-Esser und mit einem Kompressor bearbeitet wurde:

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(wird vom Höreindruck schon etwas lauter)

Mit dem Einsatz eines Limiters wird die Stimme deutlich vom Pegel angehoben:

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(wesentlich lauter)

4. Alle Stimme an die richtige Stellen platzieren

Wenn eine Radiowerbung eine Handlungen, Dialoge oder eine Story enthält, wird häufig mehr als eine Stimme verwendet. Hierbei sind sämtliche nur vorstellbare Szenarien möglich. Mit allen Stimmen wird bevor die Stimmen an die richtigen Plätze gesetzt werden, wie in Punkt 3 erklärt, verfahren. Um die grobe Einhaltung der vorgegeben Länge der Radiowerbung zu gewähren, werden alle verwendeten Stimme bereits jetzt grob angeordnet. Und bitte:

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(Sprecher 1: Bodo Henkel, Sprecher 2: David Annel)

5. Den Spot mit der passenden Musik unterlegen

Musik schafft Emotionen. Und mit Emotionen kann ein Radiowerbespot nochmal deutlich aufgewertet werden. Dieser Tatsache behelfen sich gute Produzenten tagtäglich. Sie wissen genau, welche Musik zu welchem Thema verwendet werden muss, um die passende Athmosphäre zu schaffen. Unser Beispielspot wurde wie folgt mit Musik untermalt:

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6. Verwendung passender Soundeffekte

Mindestens genauso wichtig wie der Einsatz von Musiken bei Radiowerbung ist der Einsatz von Soundeffekten. Was muss man sich unter einem Soundeffekt vorstellen? – Ganz einfach. Alles was man hören kann gibt es als Soundeffekt. Sei es die Athmosphäre in einer U-Bahn, Geräusche rund um Autos, Haushaltsgeräte oder sogar die Laute von Tieren. Hierbei ist vorallem das Fingerspitzengefühl des Produzenten gefragt. Der Radiospot sollte nicht überladen werden, sollte aber auch nicht zu sparsam produziert sein. Ein guter Mittelweg ist hier immer von Vorteil. In unserem Beispielspot stecken im ersten Teil vorallem die Athmosphäre und verschiedene Soundeffekte die Rahmenbedingungen ab:

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7. Die Mischung machts

Langsam bekommt unsere Radiowerbung bereits Formen und alle esentiellen Elemente wie die Sprachen, Musiken und Soundeffekte liegen bereits an den richtigen Stellen. Nur eines fehlt noch. Die Erfahrung und Vorstellungskraft des Produzenten. Diese wird vorallem bei der Mischung der Lautstärkenverhältnisse zueinander gefordet. In den meisten Fällen arbeitet der Produzent in einem Tonstudio, in einer akustisch ruhigen Umgebung, in dem er sich voll und ganz auf das “Abmischen” der Produktion konzentrieren kann. Hierzu bedarf es einiger Erfahrung, um zu wissen, wie laut bzw. wie leise bestimmte Elemente des Spots sein dürfen bzw. müssen:

  • Sprache muss immer klar und deutlich im Vordergrund stehen
  • Die Musik muss gut hörbar sein, darf aber nicht die Sprache überdecken oder sogar vom wesentlichen Inhalt ablenken
  • Die Soundeffekte sollten von der Lautstärke her so angepasst werden, damit die Effekte durchaus wirken können. Sollten aber trotz alledem nicht zu laut sein. Wer möchte gerne in einem Spot für einen Autohändler nur Motorengeräusche hören?

So hört sich unsere Radiowerbung mit richtig gemischten Lautstärkenverhältnissen an:

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8. Das Mastering…

…ist der letzte Feinschliff, der der Radiowerbung verpasst werden muss. Hierbei wird ausschließlich mit der fertig gemischten Produktion gearbeitet. Ziel ist es, den Lautstärkepegel der Werbung auf einen, in der Branche üblichen Pegel zu bringen.  Zum Einsatz kommen hier vorallem:

  • Kompressoren
  • Multibandkompressoren
  • Limiter
  • Brick-Wall-Limiter
  • Equalizer
  • Enhancer

Für alle diejenigen, die gerade schon etwas aufgedreht haben, empfehle ich, die Lautstärke doch etwas zu reduzieren, wenn es Sie nicht aus dem Sitz heben soll. Und…Action:

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Ich hoffe, das Soundart Mediagroup Team konnte für so manchen Licht ins Dunkle bringen. Wir hoffen, Ihnen hat unser kurzer Ausflug in die Produktion von Radiowerbungen gefallen.

Ist der vollständige Produktionsablauf Ihrer individuellen Radiowerbung abgeschlossen, wird Rücksprache mit dem Auftraggeber gehalten. Dabei wird Ihm der fertig produzierte Spot vorgespielt. Wird dieser vom Kunden freigegeben, kann der Spot zum Radiosender geliefert werden…

Teil 5: Die Einbuchung

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