Radiolandschaft

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Radio
ist ein Medium, das aus unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken ist. Jeder kennt es und jeder weiß, wie es funktioniert... zumindest so halbwegs. 

Um ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen, ist diese Informationsseite für all diejenigen gedacht, die sich näher mit dem Medium Radio beschäftigen wollen oder einfach nur Informationen zur Ausbreitung des
Hörfunks erhalten möchten. Dabei werden wir sowohl auf die geschichtlichen Aspekte des Radios eingehen, als auch die modernen Hintergründe der Digitalisierung beleuchten.



1. Geschichtlicher Hintergrund

2. Wie wird Radio gemacht

3. Formatradio

4. Fazit

 



1. Geschichtlicher Hintergrund

Die großen Radiosender in Deutschland wie Antenne Bayern, Bayern 1 oder SWR 3 haben einen hohen Bekanntheitsgrad und dürften nahezu jedem Radiohörer bekannt sein.
Radio einschalten, automatischen Sendersuchlauf aktivieren und in kurzer Zeit sind alle verfügbaren Radiostationen im Umkreis verfügbar und werden automatisch auf dem Gerät abgespeichert. Dass dies nicht immer so einfach und benutzerfreundlich war, dürfte jedem klar sein.

Auf die ersten Radios in der Kriegszeit, dem sogenannten Reichsempfänger, möchten wir hierbei jedoch nicht mehr eingehen, da diese ausschließlich zu Propagandazwecken genutzt wurden.

Nach Ende des zweiten Weltkriegs stand das Radio vor seiner ersten Evolutionsstufe. Hörfunkprogramme sollten nicht mehr als staatliches Propagandamittel genutzt werden, sondern als Informations – und Bildungsmedium für das Allgemeinwohl der Bürger.

Mit diesem Hintergrund wurde am 9. Juni 1950 die ARD (Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland) gegründet, die sich aus den damaligen sechs Landesrundfunkanstalten BR (Bayerischer Rundfunk), HR (Hessischer Rundfunk), RB (Radio Bremen), SDR (Süddeutscher Rundfunk), SWF (Südwestfunk) und NWDR (Nordwestdeutscher Rundfunk) zusammensetzte. Private Rundfunkanstalten gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auch war die Programmvielfalt, wie wir sie heute kennen, noch lange nicht in diesem Ausmaß vorhanden. Es wurden nur wenige Programminhalte ausgestrahlt, die auch noch kein einheitliches Konzept hatten.

In den 70er Jahren kam ein weiterer Umbruch in der Radioszene – Radio erfreute sich steigender Beliebtheit und wurde vom Einschaltmedium zum ständigen Tagesbegleiter.

Auch die Programm- und Sendeinhalte wurden an die Bedürfnisse der Hörer angepasst. Sendegebiete wurden immer mehr an die jeweiligen Orte und Regionen angepasst. Somit hatten Hörer die Möglichkeit, sich von dem Sender durch den Tag begleiten zu lassen, der ihren Musikgeschmack und den Informationsgehalt ihrer Region widerspiegelte. 



Schon bald bekamen die öffentlich-rechtlichen Radiostationen weitere Konkurrenten – Das Privatradio stand vor der Tür (ca. 1980).

Bei Privatradios handelt es sich um Radiostationen, die meist zu 100 Prozent aus werberelevanten Einnahmen finanziert werden. Von den Rundfunkgebühren erhalten diese nichts.

Dies ist auch der große Unterschied zu den öffentlich-rechtlichen Rundfunkstationen. 


Privatradios konzipieren ihre Programme für eine kommerzielle Nutzung und haben einen enorm hohen Musikanteil. Dieser fand bei vielen Hörern immer mehr Zulauf.

Um mit der „Konkurrenz“ mithalten zu können, entwickelten die öffentlich-rechtlichen weitere Sendestrukturen, die auch speziell auf Jugendliche und den Mainstream zugeschnitten wurden. 


Heute sind die Übergänge zwischen öffenlich-rechtlich und privaten Rundfunkstationen fließend. 


Seit 1995 wurden Radiosender immer weiter ausgebaut und Programminhalte sowie Sendeabläufe spezialisiert und individualisiert.

Bei einer momentanen Anzahl von ca. 245 Radiosendern, von denen ca. 187 privater Natur sind, ist für jeden Musikgeschmack oder Nachrichtenfreund das passende Angebot vorhanden.

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2. Wie wird Radio gemacht

Wie bereits bei Punkt 1 erwähnt, wird das Medium Radio immer weiter ausgebaut und die gesendeten Programminhalte für die Hörer verfeinert.

Ein Radiobetreiber möchte natürlich eine möglichst große Hörerschaft aufbauen, die sich mit dem gesendeten Programm identifizieren kann. Nur damit lassen sich hohe Gewinnspannen erzielen, da der Preis für die dort ausgestrahlte Radiowerbung maßgeblich von der Reichweite und Hörerzahl abhängig ist.

Mehr Informationen hierzu finden Sie unter dem Punkt Kosten für Radiowerbung.

Was muss also für ein Inhalt ins Programm aufgenommen werden, um einen möglichst lukrativen Sender zu etablieren, der sowohl eine möglichst hohe Gewinnspanne aufweisen kann, als auch bei Hörerschaft gut ankommt? 



Der Hauptanteil jedes Sendeinhaltes ist die Musik. Diese macht im Normalfall mindestens 60 Prozent des Gesamtinhaltes aus. Je klarer sich ein roter Faden durch das Musikprogramm und generell den ganzen Sendeablauf zieht, desto höher sind die Chancen, beim Zuhörer Anklang zu finden. Da Radio ja ein „Nebenbeimedium“ ist, wird auch nicht viel zu anderen Sendern umgeschaltet, wenn eine Station gefunden wurde, mit der sich der Hörer identifizieren kann. 


Musik alleine ist selbstverständlich nicht der alleinige Grund für das Aussuchen einer passenden Radiostation. Viele Hörer haben eine gewisse Erwartungshaltung an den Sender, der auch ein gutes Maß an Informationen, Shows und Nachrichten bieten muss. 

Daraus resultiert das sogenannte Formatradio.

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3. Formatradio

Formatradio ist die Bezeichnung für das selektive Auswählen der zu spielenden Musik.

Dabei werden von der Musikredaktion Titel ausgewählt, die besonders hohen Anklang bei den Hörern haben und sich immer wieder gewünscht werden.

Zudem wird der Markt des Sendegebiets genau beobachtet und analysiert. Dadurch kann der Programminhalt perfekt auf die Zielgruppe in diesem Sendegebiet angepasst werden.

Man spricht auch von der sogenannten Senderpositionierung.

Diese soll einheitlich, klar erkennbar und vor allem wiedererkennbar sein. 



Beispiel: In einem Sendegebiet wohnen überwiegend ältere Hörer. Der Programmchef wird es also auf jeden Fall vermeiden, nur Charts und Promi News in seinem Sendeprogramm zu spielen. Viel eher wird er auf aktuelle Nachrichten, Berichte rund um die Region und auf ein Oldie- oder Schlager-Format bei der Musikauswahl setzen.

Welche Formate gibt es?

Da es eine Vielzahl an unterschiedlichen Formaten gibt, möchten wir hier auf die wichtigsten und bekanntesten eingehen.

  • Adult Contemporary (AC)

    Aus dem englischen Übersetzt: “adult” = erwachsen, “contemporary” = zeitgemäß.
    Adult Contemporary bezeichnet ein Radio Musikformat, welches ausschließlich aus Mainstream besteht.
    Musikalische Subkulturen haben dabei natürlich das Nachsehen.
    Das Zielgruppenalter dieses Musikformats liegt zwischen 25 und 50 Jahren.
    Von vielen wird Adult Contemporary daher auch “böse” als Dudelfunk bezeichnet.
  • Oldie Based Adult Contemporary (Oldie Based AC)

    Wie der Name schon vermuten lässt, spricht dieses Format vor allem die älteren Hörer an.
    Es besteht aus einer Variation von Oldie Hits aus den 60er, 70er und 80er Jahren.
    Aktuelle Titel werden dabei auch mit eingestreut.
  • Current Based Adult Contemporary (Current Based AC)

    Überwiegend aktuelle Titel, ergänzt von älteren Stücken aus den 70er bis 90er Jahren
  • Hot Adult Contemporary (Hot AC)

    Musikformat für jüngere Hörer.
    Ausschließlich aktuelle Chartmusik und Chartbreaker
  • Soft Adult Contemporary (Soft AC)

    Leicht zugängliches Musikprogramm mit vielen Balladen, Gewinnspielen und Hörerintegration in das bestehende Programm
  • Spezielle Radioformate

    Durch die Vielzahl an bestehenden Radiostationen schwenken viele Stationen auf spezielle Musikrichtungen um, wie zum Beispiel Rock (Rock Antenne) oder R&B und Hip Hop (Jam FM).


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4. Fazit

Radio ist und bleibt eines der wichtigsten Medien unserer Zeit.

Es ist schnell, immer aktuell und nahezu überall zu empfangen.

Im Gegensatz zu anderen Medien, können Inhalte in beeindruckender Geschwindigkeit geändert und neuen Situationen angepasst werden.

Auch die immer wieder neuen und kreativen Ideen der Radiomacher zaubern uns ein Lächeln aufs Gesicht und tragen zur Erfolgsgeschichte des Mediums Radio bei. 



Vor allem im Werbesegment ist Radio nicht zu unterschätzen.

Klare Preisstrukturen und attraktive Werbezeiten führen zu einem individuell anpassbaren Medium unserer Zeit.

Radio ist 24 Stunden für seine Hörerschaft erreichbar - und das völlig kostenlos.

Alle näheren Infos zum Thema Radiowerbung finden Sie unter dem Menüpunkt Radiowerbung.

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